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Universitätslehrgang Medizinrecht

Anbieter:
Universität Innsbruck
Typ:
berufsbegleitend
Abschluss:
Master LL.M.
Dauer:
4 Semester
Studienort(e):
Innsbruck, Tirol, Österreich
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Das Programm

Die Diskussionen über Probleme des Medizinsektors haben gezeigt, wie wichtig und schwierig der Komplex des Medizinrechts heute geworden ist und wie unumgänglich es erscheint, einen fundierteren Einblick in diese Materie zu bieten. Die Zusammenhänge des modernen Medizinrechts mit der gesellschaftlichen und insbesondere auch technischen Entwicklung werfen – auch im Zusammenhang mit einer diesbezüglich sensibilisierten Öffentlichkeit – immer wieder schwierige Fragen auf, und das Erfordernis, künftig Recht und Medizin noch mehr aufeinander abgestimmt kontinuierlich weiterzuentwickeln, ist absehbar. Dies wird auch nicht von den Entwicklungen im EU-Raum losgelöst betrachtet werden können, da sich entsprechende Tendenzen auf EU-Ebenen unumgänglich auf die nationale Rechtsentwicklung auswirken werden. Ziel des ULG Medizinrecht ist die berufsbegleitende, wissenschaftlich fundierte anwendungsorientierte Vermittlung von Kenntnissen im Bereich des Medizinrechts.

Bild: © Lisa S./Shutterstock.com

Zielgruppe

Das Lehrangebot richtet sich an Personen unterschiedlicher Fachrichtungen, zum Beispiel
  • ÄrztInnen,
  • RechtsanwältInnen, insbesondere mit Fachbezug zum Medizinrecht,
  • NotarInnen,
  • MitarbeiterInnen von Privat- oder Sozialversicherungen, Krankenanstaltenträgern, Gebietskörperschaften, Kammern, Konsumentenberatungsstellen, Patientenvertretungen und anderen Institutionen mit Bezug zu medizinrechtlichen Fragestellungen
  • Darüber hinaus sollen durch den Lehrgang auch UniversitätsabsolventInnen angesprochen werden, die vor einem Berufseinstieg stehen und eine vertiefte Ausbildung im Bereich des Medizinrechts anstreben.
An den einzelnen Modulen können grundsätzlich alle Personen, die zu einem ordentlichen Studium in Österreich bzw. in einem anderen EU-Land zugelassen sind und die ein Interesse an Rechtsfragen im Gesundheitsbereich haben, teilnehmen.

Schwerpunkte / Curriculum

1. Semester
  • Pflichtmodul 1a: Einführung in das Recht
  • Pflichtmodul 1b: Einführung in die Medizin und das Gesundheitswesen
  • Pflichtmodul 2: Völker-, europa- und öffentlich-rechtliche Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens
  • Pflichtmodul 3: Recht der Gesundheitsberufe
2. Semester
  • Pflichtmodul 4: Arbeitsrecht für Gesundheitsberufe
  • Pflichtmodul 5: Organisationsrecht im Gesundheitswesen
3. Semester
  • nur für Quereinsteiger: Pflichtmodul 1a: Einführung in das Recht
  • Pflichtmodul 6: Recht der sozialen und privaten Kranken- und Unfallversicherung
  • Pflichtmodul 7: Rechte und Pflichten von PatientInnen
  • Pflichtmodul 8: Haftungsrisiken im Gesundheitswesen
4. Semester
  • Pflichtmodul 9: Streitbeilegung im Gesundheitswesen
  • Pflichtmodul 10: Recht und Ethik in der medizinischen Forschung

Durchführung

Die Lehrveranstaltungen finden jeweils in Blockform statt, wobei die Vorlesungen jedes Moduls an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden (Freitag Mittag bis Samstag Abend) mit mehrwöchigen Abständen zwischen den Modulen abgehalten werden. Die Einführung in das Recht für Nicht-JuristInnen findet in einer Blockwoche statt, die Einführung in die Medizin und das Gesundheitswesen voraussichtlich ebenso (vorbehaltlich Änderungen).

Aufnahme und Zulassung

In den Universitätslehrgang können Personen aufgenommen werden, die ein fachlich in Frage kommendes Diplomstudium, einen fachlich in Frage kommendes Bachelorstudium oder ein anderes gleichwertiges Studium an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung nachweisen können. Jedenfalls als fachlich infrage kommendes Studium gilt
  • ein in Österreich absolviertes Diplom- oder Bachelorstudium der Rechtswissenschaften oder des Wirtschaftsrechts
  • ein human- oder zahnmedizinisches Studium oder
  • ein sonstiges Studiums an einer postsekundären Bildungseinrichtung, sofern dieses für den von der Bewerberin oder dem Bewerber im Gesundheitswesen ausgeübten Beruf vorausgesetzt war und dieser Beruf seit mindestens drei Jahren ausgeübt wurde.
Um eine möglichst hohe Qualität zu  gewährleisten, werden maximal 30 TeilnehmerInnen zugelassen. Die Zulassung ist bedingt durch das Erreichen einer für die Durchführung wirtschaftlich notwendigen Mindestzahl an TeilnehmerInnen.

Bewerben sich mehr als 30 Personen, erfolgt eine Vorauswahl der zuzulassenden Bewerberinnen und Bewerber durch die Lehrgangsleitung nach objektiven Kriterien, insbesondere nach einschlägiger Berufspraxis, Vorbildung, Motivation und ausgewogener Zusammensetzung der Teilnehmergruppe nach Berufsgruppen und absolvierten Studien. Über die Aufnahme in den Lehrgang entscheidet das Rektorat auf Grundlage des Vorschlags der Lehrgangsleitung.

Kosten:
Die Studiengebühren belaufen sich auf 2.000 Euro pro Semester, insgesamt somit auf 8.000 Euro.
Informationsmaterial anfordern

Hier können Sie kostenloses Informationsmaterial zu diesem Studiengang direkt vom Bildungsanbieter Universität Innsbruck anfordern. Die angegebenen Daten werden ausschließlich an diesen Bildungsanbieter übermittelt und selbstverständlich nicht an Dritte weiter gegeben.

Ich bitte um:
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          Master  Universitätslehrgang Medizinrecht

Der Anbieter

Die Universität Innsbruck sieht ihre zentralen Aufgaben in Forschung und Entwicklung sowie in Lehre und Weiterbildung. In beiden Bereichen will sie einerseits die regionale Verankerung vertiefen und sich andererseits einen bedeutenden Platz im europäischen Hochschulraum sichern. So wurde es im Leitbild der Universität festgeschrieben. Sowohl bei den Studierenden als auch als Arbeitgeber ist die Universität um Chancengleichheit für alle bemüht.


Die Universität ist in 16 Fakultäten und 81 Institute gegliedert. Unter Universität Innsbruck in Zahlen, Studierendenzahlen und Organisation finden sich weitere Details zur Struktur und Größe der Hochschule. Zahlen über die erbrachten Leistungen des vergangenen Jahres finden sich in der aktuellen Wissensbilanz, die Strategien und Planungen für die kommenden Jahre im Entwicklungsplan. Über die Standorte der Universität Innsbruck geben die Campuspläne Auskunft, unter Universitätsleben finden sich Informationen über die akademischen und kulturellen Aktivitäten an der Universität.

Gegründet 1669 hat die Universität Innsbruck eine wechselvolle Geschichte durchlebt. Damals wie heute ist sie eine tragende Säule der Tiroler Gesellschaft und hat einen prägenden Einfluss auf die Region. Als zentrale Forschungs- und Bildungseinrichtung hat die Universität Innsbruck zahlreiche herausragende Persönlichkeiten hervorgebracht und war Ort vieler wegweisender Entdeckungen.
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