Master Studium Betriebswirtschaft in Österreich - 7 Studiengänge

Masterstudium_Betriebswirtschaft
Die Fachrichtung Betriebswirtschaft beschäftigt sich mit dem wichtigsten Akteur des modernen Wirtschaftsgeschehens: Dem Unternehmen. Anders als ihre Schwesterdisziplin, die Volkswirtschaftslehre, untersucht sie nicht die nationalen oder globalen Strukturen von Handel, Kapital und Produktion, sondern konzentriert sich auf die Perspektive des Unternehmens. Welche Entscheidungen treffen Unternehmen, um erfolgreich zu sein? Wie analysieren sie den Markt? Wie gehen sie mit Kosten um und pflegen den Mitarbeiterbestand um? Mehr dazu unter Aufbau und Inhalt des Studiums. Wichtig sind ausgeprägte Zahlenaffinität und gute Englischkenntnisse, wie der Abschnitt Voraussetzungen zeigt. Die Berufsaussichten und Gehälter für Betriebswirte sind sehr unterschiedlich und hängen zumeist von den gewählten Schwerpunktfächern ab.

Masterstudiengänge Betriebswirtschaft Österreich

www.postgraduate-master.at präsentiert Ihnen sieben Masterstudiengänge mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaft. Bei den Studiengängen handelt es sich um drei Präsenzstudiengänge sowie vier Fernstudiengänge. Ein Fernstudium können Sie ortsunabhängig in ganz Österreich studieren. Die Studiengänge werden von folgenden namhaften Bildungsanbietern angeboten: Austrian Management Center, SRH Fernhochschule – The Mobile University, Schloss Hofen - Wissenschafts- und Weiterbildungszentrum Vorarlberg, KMU Akademie & Management AG, Webster Vienna Private University und MedAk Medizin. Fortbildungsakademie in Koop. mit der Johannes Kepler Univ. Linz.

Die Masterprogramme dauern zwei bis flexibel Semester. Nach Abschluss des Studiums aus der Fachrichtung Betriebswirtschaft wird Ihnen ein akademischer Grad (MBA) verliehen, der nicht nur in Österreich anerkannt wird. Die Studiengänge werden in Österreich in Vollzeit und berufsbegleitend angeboten. In unseren FAQs können Sie allgemeine Informationen zum Master-Studium in Österreich nachlesen.

Die Masterstudiengänge aus der Fachrichtung Betriebswirtschaft können in folgenden österreichischen Bundesländern sowie als Fernstudium belegt werden:

Aufbau und Inhalt des Studiums
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Zum Kern der betriebswirtschaftlichen Lehre zählen Lerninhalte wie etwa Struktur und Aufbau von Unternehmern, betriebliche Entscheidungen, Grundsätze der Unternehmensführung, Investitionslehre, Management, Finanzwirtschaft, die Absatzwirtschaft und die Produktionswirtschaft – diese Kernthemen stellen das Fundament für die später angebotenen Vertiefungs- und Spezialisierungsangebote dar. Auch die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und die Forschungsmethoden des Fachs schließt der Basisblock mit ein. Dazu kommen schließlich sehr zahlen- und rechenintensive Elemente wie das richtige Bilanzieren, Kostenrechnung sowie Wirtschaftsmathematik und -statistik. Diese Grundlagen lassen sich später vertiefen in Fächern wie Controlling und Reporting oder auch Corporate Financial Management. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der unternehmerischen Tätigkeit spielen eine wichtige Rolle.

Gelehrt werden etwa das Unternehmens- und Gesellschaftsrecht, oder auch nationales und internationales Wirtschaftsrecht sowie das Vertragsrecht. In praktisch jedem betriebswirtschaftlichen Masterstudium befassen sich die Studierenden auch mit Marketing, wobei dieser Bereich von den unterschiedlichen Anbietern verschieden stark gewichtet wird. Im Kern befassen sich die Studenten in Lehrveranstaltungen zum Marketing mit Marktanalysen und den Konzepten des strategischen und operativen Marketings. Zudem wird Personalkompetenz erarbeitet: Studierende erarbeiten sich die Grundlagen des Personalmanagements und der betrieblichen Prozessanalyse. Angeboten werden auch Spezialisierungen, um nach Studienabschluss als Betriebswirt in einem bestimmten Bereich tätig werden zu können, etwa in den Bereichen Kultur, Sport, Freizeit (Tourismus), öffentlicher Sektor oder auch im medizinischen Bereich. Einige Programme werden auch berufsbegleitend angeboten.

Studieninhalte und Beispiele für Vorlesungen

Je nach Bildungsanbieter erfolgt die Ausbildung in verschiedensten Kernbereichen. Hier finden Sie beispielhafte Studienschwerpunkte und dazu ausgewählte Vorlesungen für das Master Studium Betriebswirtschaft:

Eingangsphase
  • Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre
  • Grundzüge der Volkswirtschaftslehre
  • Grundzüge der Statistik
Marketing
  • Konsumentenverhalten
  • Marktforschung
  • Marketing-Dramaturgie
Organisation und Personal
  • Wirtschaftssoziologie
  • Anreizsysteme
  • Industrie- und Betriebssoziologie
Production Management
  • Transportation Logistics
  • Business Process Management
  • Operations Strategy and Tactical Planning
Rechnungswesen
  • Ausgewählte Rechnungslegungssysteme: Deutschland
  • Abschlussanalyse und Unternehmsbewertung
  • Rechnungslegung nach IFRS
Revision, Steuern und Treuhand
  • Grundzüge des Unternehmenssteuerrechts
  • Sonderprobleme der Prüfung
  • Privatstiftungsrecht
Strategisches Management
  • Wettbewerbs- und Kartellrecht
  • Game Theory and Industrial Organization
  • Rechtsfragen der Corporate Governance
Wirtschaftsinformatik
  • Business Process Management
  • Rechtsfragen des E-Commerce
  • Urheber-, Patent-, Marken-, und Ausstattungsrecht
Voraussetzungen für das Master Studium Betriebswirtschaft

Die Aufnahmekriterien für das Masterstudium Betriebswirtschaft sind nicht einheitlich geregelt. Grundsätzlich sind meist ein facheinschlägiges Studium und/oder Praxiserfahrung nachzuweisen. Als typische Marke für den Nachweis von Vorstudienzeiten können etwa 180 ECTS gelten. Da Englisch die internationale Business-Verkehrssprache ist, sollten Interessenten auch gute Fremdsprachenkennnisse mitbringen. Einige Anbieter verlangen auch entsprechende Kompetenznachweise, z.B. ein Cambridge Certificate.

Einige Anbieter führen Eignungstests durch, in denen die Kandidaten auf managementwissenschaftliches Grundverständnis hin getestet werden. Einige Anbieter bieten für den Fall, dass kein facheinschlägiges Studium absolviert wurde, die Möglichkeit, zusätzlich zu einem bereits absolvierten Studium Praxiszeiten anzurechnen. Wichtig ist grundsätzlich, neben dem Wunsch, Führungsaufgaben zu übernehmen, ausgeprägtes Zahlenverständnis und Interesse an mathematisch-statistischen Problemstellungen.

Berufsaussichten und Gehälter nach dem Master Studium Betriebswirtschaftslehre

Ebenso breitgefächert wie das Studienangebot sind die späteren Einsatzmöglichkeiten für Absolventen. Da sie alle unternehmensrelevanten Positionen besetzen können, finden sie in nahezu allen privatwirtschaftlichen oder öffentlichen Institutionen Stellen. Freilich hat es sich, nicht zuletzt auf Grund der hohen Zahl an Absolventen, bewährt, früh auf „Profil“ zu setzen: Wer etwa ein Praktikum absolviert, hat die Chance, sich abzuheben. Darüber hinaus arbeiten sich Absolventen oft auch über Trainee-Programme in ihr zukünftiges Berufsfeld ein. Sie sind in kleinen mittelständischen Unternehmen ebenso vertreten wie in Firmen mit über 1000 Mitarbeitern, internationalen Konzernen und auch in öffentlichen Körperschaften. Einsatzgebiete finden sich überall dort, wo es um wirtschaftliche Entscheidungen und Analysen geht. Allgemein gesprochen sind das zunächst die Bereiche Personal, Controlling und Marketing. Da viele BWL-Angebote branchenspezifische Schwerpunkte setzen (wie zB Gesundheits- oder Kulturmanagement oder Angebote mit technischer Ausrichtung), ist die spätere Stoßrichtung oft schon im Studium vorgezeichnet. Wählt man einen IT-Schwerpunkt, so kann man seine späteren Chancen nochmal erhöhen. Die Branchen Marktforschung und Vertrieb verdienen ebenfalls Erwähnung. Besonders begehrt, da meist auch entsprechend lukrativ dotiert, sind Positionen im Consulting und der Unternehmensberatung.

Über Gehälter können keine pauschalen Aussagen gemacht werden, da sie stark mit der individuellen Ausbildung und Erfahrung verbunden sind und je nach Branche deutlichen Schwankungen unterliegen. Als Trend wurde aber ein Einstiegsgehalt von etwa 41.000 € brutto pro Jahr festgestellt. Mit zunehmender Erfahrung, in etwa nach fünf Jahren, wurden bereits durchschnittliche Brutto-Jahresgehälter von 61.000 € festgestellt. Tendenziell wird in den Branchen Banken und Pharmaindustrie über dem Durchschnitt bezahlt. Zu beachten ist, dass das Lohnniveau sowie die Besteuerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich sind.