Master Studium Logistik, Supply Chain Management in Österreich - 6 Studiengänge

Masterstudium_Betriebswirtschaft
Diese Fachrichtung beschäftigt sich mit dem Nervensystem moderner – vernetzter – Gesellschaften und Wirtschaftsordnungen: Mit Transportsystemen, Lagermöglichkeiten und Lieferketten. Logistik und Supply Chain Management analysiert die Struktur und die Organisationsweise vernetzter Dienstleistungs- und Liefersysteme. Neben Gütern und Dienstleistungen müssen dabei auch immer mehr Datenströme berücksichtigt werden. Mehr dazu auch unter Aufbau und Inhalt des Studiums. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium zählt dabei vor allem die Beherrschung der Wirtschaftssprache Englisch. Supply Chain Manager besetzen anspruchsvolle Positionen in der Wirtschaft: Sie stellen den perfekten Fluss von Gütern, Daten und Dienstleistungen sicher, wie ein Blick in die Berufsaussichten und Gehälter zeigt.

Masterstudiengänge Logistik, Supply Chain Management Österreich

www.postgraduate-master.at präsentiert Ihnen sechs Masterstudiengänge mit dem Schwerpunkt „Logistik, Supply Chain Management“. Bei den Studiengängen handelt es sich um fünf Präsenzstudiengänge sowie einen Fernstudiengang. Ein Fernstudium können Sie ortsunabhängig in ganz Österreich studieren. Die Studiengänge werden von folgenden namhaften Bildungsanbietern angeboten: Business School der Universität Salzburg - SMBS, FH JOANNEUM, Universität Stuttgart, BMÖ - Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Oesterreich und Donau-Universität Krems.

Die Masterprogramme dauern drei bis vier Semester. Nach Abschluss des Studiums aus der Fachrichtung „Logistik, Supply Chain Management“ wird Ihnen ein akademischer Grad (M.I.B., M.Sc., MBE oder MBA) verliehen, der nicht nur in Österreich anerkannt wird. Die Studiengänge werden in Österreich berufsbegleitend angeboten. In unseren FAQs können Sie allgemeine Informationen zum Master-Studium in Österreich nachlesen.

Die Masterstudiengänge aus der Fachrichtung „Logistik, Supply Chain Management“ können in folgenden österreichischen Bundesländern sowie als Fernstudium belegt werden:

Aufbau und Inhalt des Studiums
Aufbau_Inhalt_Masterstudium_Consulting

Logistik und Supply Chain Management ist ein klassischer Bestandteil der Wirtschaftswissenschaften. Betriebswirtschaftliche Lerninhalte sind daher integrale Bausteine dieser Fachrichtung. Vor allem in der Studieneingangsphase, aber meist auch das restliche Studium hindurch, setzen sich die Studierenden mit Controlling, Management, Marketing, Verkauf, Finanzplanung, Investitionsrechnungen oder auch der Erstellung von Businessplänen auseinander. Das bedeutet auch, dass sie sich Expertise in Mathematik und Statistik aneignen bzw. nachweisen müssen. Diese Kenntnisse der sind auch Voraussetzung für die Auseinandersetzung mit verschiedenen Management-Modellen sowie mit den theoretischen und praktischen Grundlagen des internationalen Handels.

Der Fächerkern (also etwa Techniken und Organisationsformen von Lagerung und zur-Verfügung-Stellung von Gütern, Dienstleistungen und Rohstoffen) steht vor allem unter dem Schlagwort der Industrie 4.0, beschäftigt sich also mit der Vernetzung und Digitalisierung von Lagerung und Transport. Analysiert werden die technischen Voraussetzungen dafür und man beleuchtet die dafür geeigneten IT-Architekturen und Services. Studierende analysieren die Beschaffenheit und Strukturen von Lieferketten auf wissenschaftlicher Grundlage und reflektieren mögliche Optimierungen, etwa bei den Kosten oder der Reduktion des zeitlichen Aufwandes. Klassische Fächer wie das Warehouse Management lehren die ideale Organisation und Bestückung von Lagersystemen. Studierende setzen sich darüber hinaus intensiv mit den Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und angewandter Forschungsmethodik auseinander.

Studieninhalte und Beispiele für Vorlesungen

Je nach Bildungsanbieter erfolgt die Ausbildung in verschiedensten Kernbereichen. Hier finden Sie beispielhafte Studienschwerpunkte und dazu ausgewählte Vorlesungen für das Master Studium Logistik und Supply Chain Management:

Beschaffung & Global Sourcing
  • Durchlaufzeiten
  • Bestands- und Lieferantenbewertung
  • eProcurement
E-Logistik
  • Big Data und Logistik
  • Online-Handel und Logistiksystem
  • Auto-ID und Logistikmanagement
Internationaler Transport & Transportrecht
  • Logistikgeographie
  • Interkulturelles Management
  • Nationales und internationales Transportrecht
Ausschreibungen und IT-Systeme
  • Elektronische Ausschreibungen (eRFI, eRFQ)
  • Preisstrukturanalyse und Cost-Break-Down
  • Lifecyclecost-Analyse bei Investitionsgütern
Voraussetzungen für das Master Studium Logistik und Supply Chain Management
Die Fachrichtung befasst sich mit dem Rückenmark modernen Handelns – internationalen Lieferketten und Transportwegen. Ohne Englischkenntnisse ist es daher fast unmöglich, ein Studium auch erfolgreich abzuschließen. Darüber hinaus sollten Interessenten sowohl im Studium als auch in der späteren Berufspraxis mit Liefer- und Versorgungsketten hohe Kooperationsbereitschaft mitbringen, sowohl innerhalb des Unternehmens als auch außerhalb, etwa im Umgang mit Kunden oder Lieferanten. Teamarbeit ist ebenso eine Schlüsselkompetenz. Häufig sind die Studienangebote interdisziplinär ausgerichtet, man sollte also auch Neugier für benachbarte Fachgebiete mitbringen. Besonders interessant ist Logistik und Supply Chain Management wohl für Menschen, die über eine ausgeprägte Fähigkeit zu planen und zu organisieren verfügen, die sich auch gerne Gedanken darüber machen, was Mitarbeiterführung bedeutet und wie Motivations- und Anreizsysteme funktionieren.
Zu den formalen Voraussetzungen zählt häufig ein facheinschlägiges Basisstudium oder auch die entsprechende – meist mehrjährige – Berufspraxis in der Branche. Je nach Anbieter können aber auch Zugangsbeschränkungen (wie etwa ein Numerus Clausus Modell) zum Tragen kommen.
Berufsaussichten und Gehälter nach dem Master Studium Logistik und Supply Chain Management
Die Dynamiken der Globalisierung – zunehmende Vernetzung, Digitalisierung und Integration von Märkten – sorgen dafür, dass der Bedarf an Supply Chain Managern im Steigen begriffen ist. Arbeitsteilige Wirtschaftsprozesse bewirken, dass für die Herstellung eines Produkts oft viele Transportwege anfallen. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo es um die Planung und Organisation von Lieferketten geht. Sie sorgen für den ungehinderten Strom von Waren, Dienstleistungen oder auch Rohstoffen. Meist arbeiten sie interdisziplinär und stehen mit einem Bein in der Logistik, mit dem anderen in der IT. Sie schaffen die geeigneten Voraussetzungen dafür, dass Versorgungsketten nicht ins Stocken geraten. Meist tun sie dies festangestellt entweder im Produktionsbetrieb selbst oder, was immer häufiger der Fall ist, in einem auf Logistik-Dienstleistungen spezialisierten Unternehmen. Logistiker sorgen im Idealfall dafür, dass Güter punktgenau eintreffen um weiterverarbeitet zu werden – sie vermeiden dadurch kostenintensive Lagerhaltungen. Neben Industrie und Handel und bei Logistik-Spezialisten kommen Absolventen auch in Consulting-Unternehmen zum Einsatz und modellieren, planen und gestalten dort optimale Lieferketten für ihre Kunden.
Das Gehalt bewegt sich in der Regel für Berufseinsteiger geschätzt um die 38.000 € (brutto) pro Jahr. Mit entsprechender Berufserfahrung kann dies auch in Bereiche um die 56.000 € (brutto) Jahresgehalt ansteigen. Zu beachten ist, dass das Lohnniveau sowie die Besteuerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich sind.